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Pressemitteilung 31/24 - 19.03.2024

Wie motiviert man Laien zum Datensammeln

Explizite Anreize motivieren zum Datensammeln durch Bürgerinnen und Bürger – aber mit Kompromissen.

Bürgerinnen und Bürger helfen der Wissenschaft, indem sie Daten sammeln und bereitstellen, z. B. für ?kologische Beobachtungen. Welche expliziten Anreize die Teilnahme an solchen Citizen-Science-Projekten beeinflussen k?nnen, hat der Augsburger Wirtschaftswissenschaftler Prof. Florian Diekert mit weiteren Forschenden untersucht.? Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift ?Conservation Letters“ ver?ffentlicht.
? Adobe Stock

Wenn es im Frühjahr und Sommer summt und singt, sind flei?ige Helferinnen und Helfer unterwegs und z?hlen V?gel oder Insekten. Diese Beobachtungen flie?en in wissenschaftliche Arbeiten und Projekte für den Naturschutz ein. Gerade dort sind Daten, die von Bürgerinnen und Bürgern erhoben werden, ein wichtiger Eckpfeiler, um gro?fl?chig Informationen zu erheben. Die Laien melden dabei Beobachtungen oder führen Messungen durch.

?Durch Bürgerinnen und Bürger erhobene Naturbeobachtungsdaten sind zu einem grundlegenden Baustein zur Dokumentation des Klimawandels und Naturschutzbemühungen geworden“, meint der Wirtschaftswissenschaftler Prof. Dr. Florian Diekert, der am Augsburger Zentrum für Klimaresilienz angesiedelt ist.
Die Autorinnen und Autoren der Studie befassen sich mit der Frage, wie explizite Anreize, wie etwa Preisausschreiben, die Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern an Citizen-Science-Projekten beeinflussen k?nnen. In Internet gibt es verschiedene Portale, auf denen wissenschaftliche Projekte angeboten werden, bei denen sich Laien beteiligen k?nnen.
In der vorliegenden Studie konzentrieren sich die Autorinnen und Autoren auf zwei führende Online-Plattformen für ?kologische Beobachtungen in Deutschland und erfassten für einen Zeitraum von 120 Tagen die von Laien eingetragenen Daten.

Das Portal NABU-naturgucker.de führte w?hrenddessen ein gro?angelegtes Gewinnspiel durch. Jede eingetragene Sichtung von Tieren, Pflanzen und Pilzen aus aller Welt, die in dieser Zeit registriert wurde, nahm an einer Verlosung für ein hochwertiges Fernglas (Marktwert von etwa 1800 Euro) und andere Preise teil. Als Vergleich wurden Bürger-Naturbeobachtungsdaten der Plattform iNaturalist.org ausgewertet.

?Die Menschen, die ihre Naturbeobachtungen auf NABU-naturgucker.de melden, haben meist ohnehin eine hohe intrinsische Motivation. Um unsere Wertsch?tzung für dieses ehrenamtliche Engagement zum Ausdruck zu bringen, veranstalten wir regelm??ig mit attraktiven Preisen dotierte Foto- und Beobachtungswettbewerbe“, erkl?rt Gaby Schulemann-Maier von NABU-Naturgucker.

In ihrer statistischen Auswertung zeigen die Forschenden, dass durch das Preisausschreiben die Anzahl der von Laien gemeldeten Naturbeobachtungsdaten um etwa zehn Prozent steigt. Dies deutet darauf hin, dass explizite Anreize eine effektive Methode sein k?nnen, um die Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern an der Datensammlung für den Naturschutz zu steigern. Die Forschenden berücksichtigen auch potenzielle Einflussfaktoren wie Wetterbedingungen und Wochenenden, die w?hrend des Wettbewerbszeitraums eine Rolle spielen k?nnten.

Kompromisse bei der Vielfalt der erfassten Arten

Interessanterweise zeigt die Studie, dass die Vielfalt der erfassten Arten w?hrend des Preisausschreibens niedriger war als in der Zeit davor und danach. Dies legt nahe, dass die Bürgerinnen und Bürger sich m?glicherweise auf h?ufigere und leichter zu beobachtende Arten konzentrierten, um ihre Gewinnchancen zu erh?hen. Diese Beobachtung wirft wichtige Fragen auf, wie Anreize die Qualit?t und Vielfalt der gesammelten Daten beeinflussen k?nnen.

?Unsere Studie liefert wichtige Erkenntnisse darüber, wie explizite Anreize die Beteiligung an Citizen-Science-Projekten beeinflussen k?nnen. W?hrend Preisausschreiben die Motivation zum Sammeln von Daten effektiv steigern k?nnen, müssen potenzielle Kompromisse in Bezug auf die Vielfalt und Qualit?t der Daten sorgf?ltig berücksichtigt werden“, sagt Prof. Dr. Florian Diekert. Die Studie sei daher ein wichtiger erster Nachweis, dass Entscheidungstr?ger in der Politik und bei Umweltorganisationen explizite Anreize nutzen k?nnten, um Naturbeobachtungen durch Bürgerinnen und Bürger zu motivieren und gezielt einzusetzen.


Originalpublikation:
Diekert, F., Munzinger, S., Schulemann-Maier, G., & St?dtler, L. (2023). Explicit incentives increase citizen science recordings. Conservation Letters, 16, e12973. https://doi.org/10.1111/conl.12973

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Wissenschaftlicher Kontakt

Professor
Prof. Dr. Florian Diekert: Umwelt?konomik

Medienkontakt

Michael Hallermayer
Stellvertretender Pressesprecher, Stellv. Leitung
Stabsstelle Kommunikation & Marketing

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