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Pressemitteilung 33/24 - 25.03.2024

Greenwashing bei Unternehmen messen

Konzept für Greenwashing-Indikator wurde am Zentrum für Klimaresilienz entwickelt

Wenn sich Unternehmen umweltfreundlicher darstellen, als sie eigentlich sind, schadet das der Gesellschaft. Bisher l?sst sich solches Greenwashing schwer beziffern. Nun haben zwei Wirtschaftswissenschaftler vom Zentrum für Klimaresilienz der Universit?t Augsburg ein Konzept für einen Greenwashing-Indikator entwickelt. Damit k?nnten Greenwashing-F?lle künftig schneller entdeckt werden, wie sie in einem Aufsatz in der Fachzeitschrift ?Review of Managerial Science“ schreiben.

Unterschied zwischen Schein und Sein: Greenwashing. Adobe Stock.com


Greenwashing nutzt den jeweiligen Unternehmen, die ihr Handeln umweltfreundlicher erscheinen lassen, als es tats?chlich ist – aber es schadet der Umwelt und der Gesellschaft. Bisher mangelt es an einheitlichen Standards, um Greenwashing bei Unternehmen zu messen und zu beziffern. Das m?chten die Wirtschaftswissenschaftler Prof. Dr. Sebastian Utz von der Universit?t Augsburg und Prof. Dr. Gregor Dorfleitner von der Universit?t Regensburg, die beide Mitglieder am Zentrum für Klimaresilienz der Universit?t Augsburg sind, mit ihrem konzeptuellen Rahmen für einen Greenwashing-Indikator ?ndern. Dieser verr?t auf einen Blick, wo ein Unternehmen in Bezug auf Greenwashing steht. Kürzlich ist ihr Aufsatz dazu in der Fachzeitschrift ?Review of Managerial Science“ erschienen.

Nur scheinbar, aber nicht tats?chlich grün

Der Indikator, den Utz und Dorfleitner entwickelt haben, wird als Differenz zwischen behaupteter und tats?chlicher grüner Leistung eines Unternehmens berechnet. Dafür werden verschiedene Informationen zu grünen Aktivit?ten eines Unternehmens herangezogen: einerseits schwer eindeutig messbare (?weiche“) Daten aus dem Bereich Umwelt-, Sozial- und Unternehmensführung (engl.: Environmental, Social and Governance, ESG), textliche Selbstdarstellung sowie weitere Aktivit?ten für scheinbares grünes Handeln. Dazu geh?rt zum Beispiel der Nachhaltigkeitsbericht eines Unternehmens oder auch das Engagement in freiwilligen Initiativen. Dem gegenübergestellt werden andererseits messbare (?harte“) ESG-Daten, die tats?chliches grünes Handeln messen, so etwa die H?he der CO2-Emissionen. Das Ergebnis wird zu einem Wert zwischen 0 und 1 aggregiert: Je h?her der Wert, desto wahrscheinlicher findet Greenwashing in diesem Unternehmen statt – unabh?ngig davon, ob mit Absicht oder unabsichtlich.

?Unser Indikator soll es erm?glichen, Greenwashing systematisch und auf breiter Basis zu identifizieren“, sagt Utz. Denn für die Berechnung werden Daten herangezogen, die für viele Unternehmen systematisch erhoben werden k?nnen – oder, falls nicht verfügbar, mit einem Faktor für das Fehlverhalten des Unternehmens (corporate misconduct) gesch?tzt werden k?nnen.

Greenwashing betrifft nicht nur Unternehmen

?Bisher bleiben viele F?lle von Greenwashing wohl unentdeckt. Denn es ist sehr zeitaufwendig, die Vorwürfe auf Unternehmensebene zu untersuchen“, erkl?rt Utz. Der Greenwashing-Indikator würde das grüne Handeln von Unternehmen miteinander vergleichbar machen. ?Deshalb ist er interessant für Investoren, Regulierungsbeh?rden und Verbraucher“, sagt der Forscher. So k?nnen beispielsweise Risiken, die aus Greenwashing-Aktivit?ten resultieren, früher erkannt und in Entscheidungsprozesse einbezogen werden.

?Darüber hinaus tr?gt der Indikator zu einem besseren Umweltschutz bei“, sagt Prof. Dr. Gregor Dorfleitner. Zudem k?nnte er helfen, herauszufinden, was in der Vergangenheit Treiber von Greenwashing waren, und so künftiges Greenwashing vorherzusagen, aber auch Verbesserungen im Laufe der Zeit zu erfassen.

Beide Wissenschaftler arbeiten am Augsburger Zentrum für Klimaresilienz zusammen: Utz als ordentliches und Dorfleitner als assoziiertes Mitglied. Gef?rdert wurde ihre Forschung zum Greenwashing-Indikator von der Mercator Stiftung im Rahmen des Projekts ?Machbarkeitsstudie Greenwashing Scores“.

Originalpublikation:

Gregor Dorfleitner, Sebastian Utz: Green, green, it’s green they say: a conceptual framework for measuring greenwashing on firm level, in: Review of Managerial Science, https://doi.org/10.1007/s11846-023-00718-w (Open Access)

Wissenschaftlicher Kontakt

Lehrstuhlinhaber
Prof. Dr. Sebastian Utz: Finanzwirtschaft mit dem Schwerpunkt Climate Finance

Medienkontakt

Michael Hallermayer
Stellvertretender Pressesprecher, Stellv. Leitung
Stabsstelle Kommunikation & Marketing

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